Alpenüberquerung für Einsteiger

Eine Fülle von Hinweisen für alle, die ihre erste längere Hüttenwanderung planen aber noch nie eine Mehrtagestour unternommen haben.

Nun ist es entschieden: Der nächste Urlaub soll eine Hüttenwanderung werden. So eine, wie wir sie letztes Jahr gemacht haben und so wie es die Wanderführer immer nennen: Eine Alpenüberquerung. Doch die Erfahrung fehlt, bisher waren es immer nur Eintagestouren - morgens rauf auf den Berg und abends wieder runter. Aber was gibt es im Gegensatz dazu bei einer längeren Tour zu beachten und was muss man eigentlich so alles dabei haben? Oder anders herum: Worauf kann man getrost verzichten? Schafft man das als unsportlicher Büromensch überhaupt oder stirbt man den Muskelkaterheldentod? Kann man auch alleine gehen? Wieviel Zeit sollte man haben? Was muss man alles im voraus planen und reservieren? Und wie teuer werden die Ausrüstung und später die kleinen Dinge unterwegs?

Diese und viele andere Fragen beantwortet unser kleiner Reisebericht auf den nächsten Seiten. Zu finden ist hier eine Empfehlung für eine Packliste für den Rucksack und mit ein paar Anmerkungen zu verschiedenen, meist sündhaft teuren, Utensilien, die einem die Werbung als unverzichtbar für jede Art von Outdooraktivität verkauft.

Komplettiert wird das ganze mit Angaben zu jeder Etappe mit Schwierigkeit, zur Länge inklusive Höhenprofil und natürlich viele Fotos von unterwegs. So kann jeder einen Eindruck gewinnen was ihn erwartet, wenn er denn den Plan in die Tat umsetzt und startet.

Ein paar Worte vorneweg

Zu Fuß von Hinterriss nach Meran - so waren wir im September 2010 unterwegs. Doch war es eigentlich ganz anders geplant: von Oberstdorf nach Meran sollte es gehen, immer schön den E5 entlang.

Der Rother Wanderführer war gelesen, die Etappen waren geplant, die Ausrüstung vollständig, die Rucksäcke gepackt und wir waren auch bereit. Und dann das: Wintereinbruch in den Bergen bei Oberstdorf, Schneeverwehungen und keine Möglichkeit weiter als bis zur Kemptener Hütte zu gehen. Was nun?

Na ja, da hilft nur eins: eine andere Route muss her.

Doch der Reihe nach. Wer sind wir überhaupt und was haben wir so alles für diese Tour vorbereitet?

Über uns

Wir sind so um die Mitte 40, Büromenschen. Die sportlichen Aktivitäten beschränken sich auf Fahrradfahren und etwas Joggen. Wandern ist ein paar mal im Jahr angesagt, mehrheitlich Tagestouren. Bislang standen genau zwei dreitägige Hüttentouren im Karwendel auf der Habenseite für Wandererfahrung. Also:

Wir sind zwar keine Anfänger aber auch keine Wanderprofis!

Und haben es doch ganz gemütlich in eineinhalb Wochen quer durch die Alpen geschafft - das kann im Prinzip auch jeder andere (gesund sein setzen wir jetzt mal voraus). Natürlich geht es auch schneller - aber das empfehlen wir ausdrücklich nicht für die erste längere Hüttentour.

Weiter mit den Vorbereitungen für die Tour